Umweltminister Christian Meyer hat in Bispingen zwei Förderbescheide für zentrale Naturschutzprojekte in der Lüneburger Heide übergeben. Die „VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide“ erhält Fördermittel in einer Gesamthöhe von über 2,8 Millionen Euro, mit denen die Finanzierung bis 2027 gesichert ist. Die Grußworte sprachen unter anderem Landrat Jens Grote aus dem Heidekreis und sein Amtskollege aus dem Landkreis Harburg.
Für den hiesigen Landtagsabgeordneten Sebastian Zinke stellt die Übergabe einen wichtigen Meilenstein dar: „Ich freue mich sehr über die heutige Förderzusage – und darüber, dass wir endlich die Regelung erreicht haben, für die ich mich viele Jahre eingesetzt habe. In zahlreichen Gesprächen, unter anderem mit dem damaligen Ministerpräsidenten Stephan Weil, habe ich mich dafür stark gemacht, dass diese zentralen Naturschutzleistungen direkt durch das Land finanziert werden. So entfällt die bisherige, aus meiner Sicht unpraktische Konstruktion über EU-Rückerstattungen.“
Zinke betont, wie groß die Entlastung für den VNP ist: „Künftig muss der VNP nicht mehr in Vorleistung gehen und monatelang auf rückwirkende EU-Auszahlungen warten. Das spart enorm viel Arbeit – und vor allem eine sechsstellige Summe an Zinsen, die bisher durch Zwischenfinanzierungen entstanden sind. Die EU-Mittel sind natürlich nicht verloren, sondern kommen an anderer Stelle in Niedersachsen sinnvoll zum Einsatz.“
Minister Meyer würdigt in seinen Grußworten das langjährige Engagement des VNP: „Die Stiftung leistet seit Jahrzehnten unverzichtbare Arbeit für den Erhalt unserer einzigartigen Heide- und Moorlandschaften. Ohne diese kontinuierliche Pflege gäbe es viele der wertvollen Lebensräume, die wir heute in der Lüneburger Heide schützen, längst nicht mehr. Besonders das Pietzmoor und die offenen Heideflächen sind Schatzkammern der Biodiversität. Sie zu erhalten, heißt auch, Heimat und Identität unserer Region zu bewahren.“
Das Projekt zur Artenvielfalt in der Heidelandschaft stärkt die offenen Heideflächen durch Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, die sich an der historischen Heidebauernwirtschaft orientieren. Dadurch entstehen Lebensräume für bedrohte Arten wie das Birkhuhn. Das Projekt zur Hochmoor-Renaturierung im Pietzmoor-Komplex trägt dazu bei, den Wasserhaushalt des größten zusammenhängenden Hochmoores der Region zu stabilisieren und wertvolle Moorlebensräume zu sichern.

