Bevölkerungsschutz im Heidekreis stärken – Prüfung weiterer Kapazitäten

by | Jan 20, 2026 | Uncategorized

Angesichts wachsender Anforderungen an den Bevölkerungsschutz sollte aus Sicht des Landtagsabgeordneten Sebastian Zinke auch im Heidekreis geprüft werden, ob vorhandene Infrastruktur – etwa das ehemalige Behelfskrankenhaus unter dem Schulzentrum in Walsrode oder andere geeignete Schutzräume – im Krisenfall zusätzlich genutzt werden kann. Solche Kapazitäten könnten insbesondere bei Naturkatastrophen, größeren Schadenslagen oder notwendigen Evakuierungsmaßnahmen eine wichtige Rolle spielen.

„Wir müssen über die klassischen Versorgungswege hinausdenken“, erklärt Zinke. „Krankenhäuser und Rettungsdienst leisten tagtäglich hervorragende Arbeit. Gleichzeitig zeigen die Entwicklungen im Heidekreis und die bundesweiten Debatten zum Bevölkerungsschutz, dass zusätzliche Vorsorge-Kapazitäten sinnvoll sein können – etwa dann, wenn Menschen kurzfristig untergebracht, versorgt oder medizinisch betreut werden müssen.“

Denn auch auf Bundesebene werden Investitionen in den Zivilschutz und in Schutzräume wieder stärker diskutiert, zum Teil in Größenordnungen von mehreren Milliarden Euro. Zugleich besteht in Deutschland trotz aktueller Planungen weiterhin nur ein sehr begrenzter Bestand an funktionalen Schutzräumen, die im Notfall für größere Personengruppen genutzt werden könnten.

Ein historisches wie potenzielles Beispiel sind sogenannte Behelfskrankenhäuser – unterirdische oder geschützte Anlagen, die in der Vergangenheit zur Versorgung großer Bevölkerungsgruppen in Krisen gedacht waren und heute nur noch vereinzelt in einem nutzbaren Zustand existieren. Zinke schlägt vor, die Möglichkeit einer Reaktivierung solcher Strukturen für den Heidekreis zu prüfen, verbunden mit Konzepten zur technischen Modernisierung, Ausstattung und einer sinnvollen Einbindung in das bestehende Rettungs- und Gesundheitssystem.

„Es geht nicht darum, Ängste zu schüren, sondern um realistische Vorsorge und Resilienz im Heidekreis – für den Fall, dass mehrere Einsatzlagen gleichzeitig auftreten oder die reguläre Versorgung unter Druck gerät“, so Zinke. „Ein moderner Bevölkerungsschutz kann nicht an den Landkreisgrenzen Halt machen.“

Zinke betont, dass eine solche Prüfung gemeinsam mit Kreisverwaltung, Feuerwehr, Rettungsdiensten sowie den zuständigen Landes- und Bundesstellen erfolgen müsse, um eine realistische und praktikable Vorsorge für den Heidekreis zu entwickeln.